Versandkostenfreie Lieferung auf dem Prüfstand

geschrieben am 11. June 2007

Im Zusammenhang mit dem händlerübergreifenden Warenkorb kommt immer wieder die Frage zur Handhabung der Versandkosten auf. Tradoria hat sich für die versandkostenfreie und damit kundenfreundlichste Variante entschieden. Unsere Händler müssen damit Ihre Produktpreise inkl. Versandkosten anbieten.

Unserer Meinung nach gehören die Versandkosten zu den Betriebsausgaben eines Online-Shops und sind somit in die Preiskalkulation mit einzubeziehen. Diesen Standpunkt haben wir auch immer wieder versucht unseren Händlern zu vermitteln. Aber natürlich haben wir zu dieser Regelung auch die ein oder andere Kritik einstecken müssen.

Welche Alternativen gäbe es denn für Tradoria?

Wir führen Versandkosten ein, die wir dann an unsere Händler weitergeben. Bei Mehr-Shop-Bestellungen müssten diese gesplittet werden, um eine Kummulierung der Versandkosten zu verhindern.

Wir hoch dürfen die Versandkosten dann sein?

Mehr, als es einen Händler über den DHL-Rahmenvertrag kosten würde, so wie sehr viel Online-Shops das machen? Oder eher weniger, damit die Produkte, die per Brief oder Warensendung verschickt werden, auch noch bestellt werden?

Folgenden Vorschlag zur Änderungen der Versandkostenregelung haben wir unseren Händler unterbreitet und um ein Feedback gebeten:

Für jeden Kauf werden dem Käufer pauschal 2,90 EUR (inkl. MwSt.) Versandkosten berechnet. Diese werden eins zu eins an den Händler weitergegeben. Bei einer Bestellung, die Produkte von mehreren Händler enthält, werden die berechneten Versandkosten durch die Anzahl der Händler aufgeteilt.

Die Rückmeldung dazu hat uns dann doch sehr erstaunt, aber vor allen Dingen auch motiviert, unseren Grundsätzen treu zu bleiben:

  • 50% unserer Händler haben sich aktiv an der Diskussion beteiligt
  • 80 % davon waren der Meinung, wir sollten an der versandkostenfreien Lieferung festhalten
  • 10 % wollten unser vorgeschlagenes Modell und weitere 10 % konnten sich nicht so recht entscheiden

Hier ein Auszug des Feedbacks, das wir erhalten haben:

Gerade die Versandkostenfreiheit kann - richtig und stetig angebracht - ein strammer Werbeträger sein. Seht euch doch den Wettbewerb an –> es ist doch so, dass häufig unterpreisig angebotene Produkte durch üppige Versandkosten doch wieder lukrativ gerechnet werden. Wir sind eben anders, wir bleiben ehrlich und berechenbar, wir berechnen - wie versprochen - keine Versandkosten!

In der Abwendung von der kostenfreien Versendung sehe ich keinerlei Vorteile, im Gegenteil. Es würde ein gutes Argument für Tradoria gegenüber anderen Portalen fallen gelassen.

Auch ich bin der Meinung, das man das bisherige Konzept beibehalten sollte. Klare Aussage, klarer Grundgedanke, der mit Sicherheit bei den Kunden gut ankommt.

Im Preisvergleich stirbt Versandkostenfreiheit zuerst den Heldentod. Das ist der Anfang vom Ende einer Neoklassik-Alternative, willkommen in der Mitte.

Ich finde die Variante ‘Kostenloser Versand’ sollte beibehalten werden. Es ist doch für die Verbraucher verlockend einen kostenlosen Versand in Anspruch zu nehmen. Wenn man bedenkt, wie hoch der Versand bei anderen Portalen oder Versandhäusern ist. Ich glaube, dies ist ein Plus bei der Kundenwerbung. Durch die günstigen Versandkosten, die TRADORIA mit DHL ausgehandelt hat, lässt sich dieser geringe Betrag doch locker auf den Endpreis aufschlagen, so dass man letztendlich als Händler auch nicht draufzahlen muss.

Wenn Tradoria als Portal mit dem Feature ‘gemeinsamer Warenkorb’ Erfolg haben will, dann darf es keine Versandkosten geben. Ich würde ganz klar von der Einführung von Versandkosten abraten!

Noch etwas mehr Bekanntheit und spätesten dann werden auch andere Händler merken das es sich lohnt einen Tradoria Shop ohne Versandkosten zu führen.

Gerade die versandkostenfreie Versendung macht für mich Tradoria interessant. Versandkostenfrei - ist doch auch ein Anreiz, um noch mehr Händler zu gewinnen. Ich bin jedenfalls froh Tradoria entdeckt zu haben - und wünsche mir weiterhin meine Waren ohne Versandkosten anbieten zu können.

An dieser Stelle vielen Dank an unsere Händler für die rege Beteiligung und Danke für Ihre Geduld!

Wir arbeiten derzeit 7 Tage die Woche, um Tradoria erfolgreich zu betreiben und um die vielen Anregungen nach und nach umzusetzen.

Und da wir gerade so schön beim Zitieren sind, möchten wir auch noch gerne den folgenden Motivationsschub veröffentlichen:

Tradoria ist ein wahnsinnig innovatives Konzept und das bedeutet auch mit Tradoria zusammen neue Wege zu betreten und die bekannten beiseite zu lassen. Hier spart man sich übrigens eine Rechtsberatung! Und ich kenne kein Shopsystem, das mich innerhalb von nicht mal zwei Monaten auf die ersten Seiten bei Google setzt! Also liebes Tradoria Team. Ihr habt meine vollste Unterstützung, das Konzept ist spitze und wohldurchdacht. Lasst euch nichts anderes erzählen. Was interessieren mich Versandkosten, wenn ich durch euch mehr Bestellungen und! mehr Zeit habe…. lasst euch nicht verbiegen von der typischen Mentalität dieses Landes. Ihr seit einzigartig und das bleibt gefälligst so!

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6 Kommentare Einen Kommentar schreiben

  • 1. shopanbieter.de  |  June 12th, 2007 at 20:09

    Gratulation zu diesen Kunden!

    Ich gebe zu, ich hätte das Umfrageergebnis nicht erwartet. Freue mich aber, mich getäuscht zu haben. ;-)

  • 2. gründerszene&hellip  |  July 3rd, 2007 at 22:35

    Die Deutsche Social Commerce Szene: Teil II…

    Teil II: Geschäftsmodelle im Social Commerce
    Tradoria - The Longtail Pionier
    Wie Jochen Krisch schon sagt lässt sich das Geschäftsmodell von Tradoria am besten mit Dawanda vergleichen. Beide vereinen die unterschiedlichsten Händler, Verkäufer und …

  • 3. gründerszene » Tra&hellip  |  September 1st, 2007 at 10:43

    […] Zwischen Frühstück und IFA habe ich heute Beate und Tobias von der Social Shopping Platform Tradoria getroffen. Die beiden waren unter anderem in Berlin um sich bei der IFA einen kleinen Preis für ihr Geschäftsmodell abzuholen. Im Rahmen der Social Commerce Analyse auf Gründerszene habe ich den Long Tail Pionier bereits ausführlich vorgestellt. Mit ihrer Schopping Lösung setzen die beiden auf einkaufen ohne Schranken. Für den Kunden bedeutet das die Freiheit, bei unterschiedlichen Händlern mit nur einem Warenkorb bestellen zu können. Und das auch noch Versandkostenfrei. Die übernehmen nämlich die Händler. Und das soll nach der Meinung von denen auch so bleiben, wie eine eigens durchgeführte Befragung zeigt. Waren die beiden Gründer damals noch auf der Suche nach Kapital, scheint sich jetzt ein Geldgeber gefunden zu haben. Na dann mal los. […]

  • 4. Tradoria ermöglicht barr&hellip  |  April 7th, 2008 at 21:09

    […] Zwischen Frühstück und IFA habe ich heute Beate und Tobias von der Social Shopping Platform Tradoria getroffen. Die beiden waren unter anderem in Berlin um sich bei der IFA einen kleinen Preis für ihr Geschäftsmodell abzuholen. Im Rahmen der Social Commerce Analyse auf Gründerszene habe ich den Long Tail Pionier bereits ausführlich vorgestellt. Mit ihrer Schopping Lösung setzen die beiden auf einkaufen ohne Schranken. Für den Kunden bedeutet das die Freiheit, bei unterschiedlichen Händlern mit nur einem Warenkorb bestellen zu können. Und das auch noch Versandkostenfrei. Die übernehmen nämlich die Händler. Und das soll nach der Meinung von denen auch so bleiben, wie eine eigens durchgeführte Befragung zeigt. Waren die beiden Gründer damals noch auf der Suche nach Kapital, scheint sich jetzt ein Geldgeber gefunden zu haben. Na dann mal los. […]

  • 5. Die Deutsche Social Comme&hellip  |  April 7th, 2008 at 21:20

    […] Wie das geht? Ganz einfach. Händler können ihren eigenen individualisierten Online-Shop einrichten und Produkte anbieten. Die Produkte aus allen Shops werden auf dem Shopping-Portal Tradoria zusammengefasst und können dann nahezu barrierefrei und nach belieben gekauft werden. Der Kunde merkt dabei nicht ob er gerade bei einem oder bei 10 Händlern gekauft hat. Das ist ihm auch egal. Er zahlt den Verkaufspreis. Sonst nichts. Alles andere hat Tradoria schon im Vorfeld mit den Händlern geregelt. Tradoria fungiert dabei als zentraler Fullfilment-Anbieter und gewährleistet die Einhaltung aller Rechtsvorschriften. Von der Zahlungsabwicklung über das Versand- und Retourenmanagment bis hin zum Händlersupport. Die Händler übernehmen den Versand und die Versandkosten. 80% sind damit hochzufrieden und möchten das es so bleibt wie eine aktuelle Umfage von Tradoria zeigt. […]

  • 6. Tradoria Blog » Tra&hellip  |  April 9th, 2008 at 22:03

    […] Im Juni kamen vermehrt kritische Stimmen zur Versandkostenfreiheit bei Tradoria auf. Wir haben daraufhin eine Umfrage unter den Tradoria Händlern gestartet. Ergebnis: 80% der Händler haben sich sehr deutlich für die Beibehaltung der Versandkostenfreiheit ausgesprochen. […]

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